Zwei Tage seit dem letzten großen Tweet, und gut war der eigentlich auch nicht.

Twitter Tagebuch Tag 6: Die große Depression

Vielleicht liegt es an mir. Bin ich interessant genug für Twitter?

Bin ich witzig genug für Twitter?

Passen meine komplexen Gedankengänge in 140 Zeichen?

Niemand kann es mir sagen… Denn niemand liest, was ich schreibe. Ich followe weiterhin nach einem zufälligen System irgendwelchen Leuten, die gute Sprüche tweeten, lese, lasse gelegentlich ein Internet-Lachen (dezentes Lächeln, Luft aus der Nase pusten) entweichen.

Selbst wenn ich mich wieder sammle, ist das das Höchstmaß an Reaktion, das auch meine Tweets erzeugen würden. Ist das ein Lebensinhalt?

Worum geht es hier eigentlich? Am einen Ende sehe ich sinnlose Schmunzelposts voller Anzüglichkeiten, Sarkasmus und der Zelebrierung des wunderschön Dreckigen. Ohne Inhalt aber mit Pointe, gelegentlich satirisch angehaucht. Dem gegenüber stehen die biederen Organisationen und Nachrichtendienste, gelegentlich durch dieses junge Medium zum Leben erweckt. Dazwischen unheimlich unwichtige Menschen, die erbarmungslos tiefgründig klingende Floskeln absondern, nach Aufmerksamkeit lechzende Nippelselfie-Posterinnen und mal mehr, mal minder distanzierte Selbstdarsteller von YouTube.

Passe ich da rein, mit meinem altertümlichen Medium, dem lang ausformulieten Wort? Mit wissenschaftlichem Inhalt?


Hast du nach der langen Pause ganz vergessen, wo wir waren? Say no more!

One comment on “Twitter: Tag 6 – Die große Depression

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.