Wie in jeder guten romantischen Komödie bahnt sich auch in meiner Beziehung mit dem Zwitscher-Netzwerk nach zwei Dritteln der Show der emotionale Tiefpunkt an.

Twitter Tagebuch Tag 5 - Zwei Drittel des Films

Den Tag über habe ich kaum Zeit zum tweeten und lesen. So viel zu tun… das wirft erste Fragen auf: Kann ich mir den ausgelassen nutzlosen Lifestyle eines erfolgreichen Twitter-Nutzers überhaupt leisten? Faulheit wird hier nämlich mindestens so sehr zelebriert wie sonst nur das FUMP!

Zwei Drittel des Films

Das passende Wetter zur Stimmung des Posts 😉 Just German Summer Things

Alle liegen herum, twittern, trinken und genießen sich gegenseitig. Es ist eine große Maschinerie des Selbstzweckes, in der jeder Mal über jeden drüber rutscht, und sich alle im Kreis retweeten. Eine Swinger-Orgie der Inhaltslosigkeit.

Zumindest in die Twitter-Bubble, in die ich hineingerutscht zu sein scheine.

 

Kann ich das Nichts so sehr feiern?

 

Was mache ich, wenn ich gute Sprüche habe, aber sie nicht posten will, weil ich noch keine Follower habe? Darf man Tweets verschwenden? Sie sind so flüchtig und doch persistent – ein Mal gepostet sind sie verloren, und bleiben für immer da. Nie wieder die Chance auf diesen Spruch.

Was, wenn mir nie wieder ein guter Spruch einfällt?

Man könnte einen alten Tweet wieder rauskramen. Aber sich selbst zu retweeten kommt im Twitter-Moralverständnis dem rituellen Opfern eines Wurfs Welpen gleich.

 

Ich bleibe heute passiv und nachdenklich.


Du wünschst dir bessere Zeiten zurück? Das war gestern.

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