Über den dritten Tag hinweg verschlinge ich den Rest der gestrig gefunden FAQ. Gelegentlich schlägt eine Tweet-Idee wie eine göttliche Eingebung in mein Hirn ein, und ich notiere sie, um die plötzliche auf 140 Zeichen beschränkte Genialität nicht zu vergessen.

Twitter-Tagebuch Tag 3 - FUMP!

Autodidaktik

Ich folge außerdem weiteren Twitterern. Meine Timeline ist überfüllt mit ziemlich freshen Sprüchen, bei denen ich mir den korrekten Jargon stehlen kann:

Viele Posts beinhalten beispielsweise „FUMP!„, eine malerische Onomatopoesie, die das hoch zelebrierte Öffnen eines kühlen Biers umschreibt. Häufig wird geSiezt oder zu Platz füllenden Ergänzungen gegriffen, was in Kombination Nachsätze wie „Sie kennen das.“ oder „Sie wissen schon.“ ergibt. Kontroversen Aussagen wird gerne ein durch eine Leerzeile getrenntes „Handgemenge.“ hinten angestellt.

Aber das sind fortgeschrittene Taktiken.

Nach all der Recherche bin ich allerdings bereit für die Kontaktaufnahme. Ich will ins Gespräch kommen!

Dementsprechend tweete ich den Autor der FAQ formschön, fehlerfrei ausgeführt und absolut regelkonform an:

Es geschieht goar nix.

Das war eher enttäuschend.

In einem neuen Versuch sehe ich irgendeinen random witzigen Post, weiß eine random Antwort (diese allerdings ehrlich gesagt nicht witzig) und lasse sie los. Als Belohnung winkt mein erster Gelikter Tweet!

Ich will euch den Erfolg natürlich nicht vorenthalten, also hier die komplette Konversation zwischen mir und einer Berghutze:

Ich habe doch Witz!

HA! NIMM DAS, TWITTER!

Auftritt: Der Plog

Kurz vor dem Schlafen beschließe ich, meinen neusten Blogpost auf Twitter zu pushen. Das Problem des Ganzen offenbart sich schnell: All meine 6 Follower müssen ab 20 Uhr schon im Bett sein.

Abgesehen davon läuft gerade das Nachtprogramm: merkwürdige Tweets von Betrunkenen und solchen, die es gerade werden. Alkohol wird auf Twitter durch eine respektvolle Allgegenwärtigkeit gehuldigt.

Einer Eingebung folgend poste ich meinen Blog in die #ntl. Wäre doch gelacht, wenn ich das betrunkene Gelalle nicht mit gezieltem Niveau auflockern kann!

Dabei beginne ich, meine Formulierungen dem Umfeld anzupassen. 6 Tweets in, und es packt mich. Der Reiz, meinen Humor und meine Infos knapp rüberbringen zu müssen. Das Taktieren hinter der Anordnung und Nutzung von Hashtags. Der Nervenkitzel im Angesicht der vollkommenen Sichtbarkeit (sollte sich jemand auf mein Profil verlaufen).

Ich formuliere meinen bisher twitterigsten und mit Stolz erfüllendsten Tweet, und falle energetisch verausgabt ins Bett.

Ein erfolgreicher twitter Tag.


Zum gestrigen Eintrag bitte hier einreihen!

2 comments on “Twitter: Tag 3 – FUMP!

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