Eigentlich bin ich ja Psychologe, um mir Leute anzusehen, ihnen tiefgründige Fragen zum Verhältnis zu ihrer Familie zu stellen, sie zu durchschauen, die in den Tiefen ihrer Seelen verborgen liegenden Schwächen gegen sie zu nutzen und schlussendlich meinem Reich der Finsternis beim Verschlingen dieser Welt zuzusehen.

Man soll klein träumen.

Jetzt bin ich gleichzeitig aber auch Informatiker, und wenn man diese beiden Dinge kombiniert, ergibt sich als Tätigkeitsbeschreibung… genau: irgendwas mit neuen Medien.

Außerdem betreibe ich – wie der Ein oder Andere vielleicht weiß – einen kleinen Blog. Und der will bekannt gemacht werden.

Die Idee, einigen Social Media Plattformen zum Wohle meines Blogges näher zu treten, lag also auf der Hand. Im besten Fall hätte ich nach wenigen Tagen der Internetarbeit 3 Millionen neue Leser. Im Worst Case könnte ich wenigstens über meine Erfahrungen bloggen, um meinen aktuellen Leser zu beglücken. (Hey! Freut mich, dass du da bist!)

Win-Win also. Oder zumindest ein narrensicherer Plan ohne Verlustoption. Ohne Risiko.

Der erste und wichtigste Schritt war die Wahl einer geeigenten Testplattform.

Auf Facebook bin ich ja bereits erfolglos. Nach einem 14-stündigen Brainstorming-Workshop mit einigen Designstudenten, Social-Media-Experten, zwei Obdachlosen die ich für Hipster gehalten hatte und einem Sherpa fiel mir ein, von ziemlich spannenden soziokulturellen und datenanalytischen Studien an und um Twitter gehört zu haben.

Wäre doch gelacht, wenn ich als moderner, charismatischer, IT-affiner Psychologe da keinen Zugang finde!

Ich, vor zwei Wochen

Es folgt eine traurige Geschichte über das Scheitern und das Gefühl der Anschlusslosigkeit, gespickt mit Anekdoten und Gags in 140 Zeichen.

Mein Twitter-Tagebuch.

 

Mein Twitter-Tagebuch

Verworfener Arbeitstitel: Tagebuch des Vögelns. Weil Vögel und so.


Ich plane, diese Woche jeden Tag eine Episode aus meinen 7-tägigen Erlebnissen zu veröffentlichen, um euch ein möglichst immersives und realistisches Erleben des Ganzen zu ermöglichen. Im Prinzip in Realtime, nur eben später als es in echt passiert ist. Entstanden ist das Ganze im Lauf der zweiten EM-Woche. Ich brauche ja einen Moment, um die Formulierungen salonfähig zu machen. Also schaut morgen Abend wieder rein, und genießt das Twitter-Tagebuch! 😀

4 comments on “Mein Twitter-Tagebuch

  • Zwei Fragen:
    Wo kommt plötzlich der Sherpa her? Seid ihr dann Berg steigen gegangen? Wieso bist du Informatiker, wenn du doch Psychologe bist ? Fragen über Fragen.
    Und: „in Realtime, nur eben später“ – muss ich mir merken, wenn ich nächstes mal spät dran bin Lg!

    • Ein Sherpa ist immer gut für ein bisschen Führung 😉

      Und Informatik-Psychologe bin ich aufgrund meines Studienganges – Psychologie in IT in Darmstadt. Ist ein bisschen wie Cognitive Science, nur… besser 😀

      Das mit in Realtime nur später hat leider nicht so gut hingehauen. Zwar war alles mehr oder minder vorbereitet, trotzdem hatte ich eine Woche Pause in der Mitte – ungeschickt. Aber hey: Heute ging der letzte Teil raus. Jetzt muss ich das nur noch nachverarbeiten!

      P.S.: Mail habe ich gesehen, Antwort kommt morgen weil spät

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