Die Überschrift klingt, als würde ich Anschaffen gehen. Es ist nicht ganz so schlimm, aber dreckig fühle ich mich dennoch. Auch wenn ich irgendwie im Recht bin. Naja. Zum Thema:

Die meisten werden bemerkt haben, dass kürzlich das Jahr 2016 eingeläutet wurde. Anlässlich dieses Termins musste ich mir ein bisschen überlegen, wo ich in diesem Jahr eigentlich hin will. Ich habe einen Haufen Projekte angefangen (Bachelorthesis, ein eBook…), der Blog hier ist und bleibt aber mein Baby, das nicht fallen gelassen wird!

Lokaler Blogger reich aufgefunden
Die komplette Überschrift lautete:
„Lokaler Blogger reich aufgefunden.
„Seele weg“, meinen Experten.“
War wohl zu lang.

Allerdings ist es viel, viel Arbeit, einen Blog zu betreiben, in dem ich nicht einfach über irgendwas schreibe, sondern über relevante Themen aus der Wissenschaft. Es ist mir sehr wichtig, dass ich euch keinen gequirlten Mist erzähle, also muss ich erst in meinem Kopf, dann im Internet, in Lehrbüchern, Glückskeksen, Überlieferungen, unterm Bett und in alten Uni-Materialien nach Kram suchen, den gegenchecken, zusammenfassen und ausformulieren. Und dann habe ich am Ende immer noch Paranoia, dass sich Fehler eingeschlichen haben. (Oder noch schlimmer: dass sie jemand entdeckt! :O )

Kurzer Themenwechsel, der uns gleich wieder zurück führt:
Manch einer kennt PewDiePie, eine absolute Internetgröße. Ein charismatischer junger Schwede, der einen florierenden YouTube-Kanal betreibt. Aus irgendeinem Grund gucken die Menschen haufenweise seine Let’s Plays, und der Mann verdient sich dumm und dusselig, indem er sich (und zeitweise auch seine Freundin) beim Zocken filmt. (Generell gibt es mittlerweile erschreckend viele Leute, die viel Geld damit machen. Denkt nicht zu viel drüber nach. Googlet es nicht zu viel. Die Zahlen tun weh. Twitch lässt grüßen.)
Dass allerdings mittlerweile ein Buch von ihm im Hugendubel rumsteht, in dem sich nur ein paar verdammte Bilder und dumme Sprüche befinden, die aus jedem fucking Poesie-Album aus der verkackten Mittelstufe hätten stammen können (!!!!!!), fand ich dann doch irgendwie zu heftig. Habe ich erwähnt, dass der Mann gleich in mehreren Southpark-Folgen vorkam, und man in einigen Spielen einen PewDiePie Spielercharakter (Achtung:) kaufen kann?

Es ist vollkommen utopisch, diesen Ruhm zu erlangen. Vollkommen utopisch, so viel Geld damit zu verdienen. Das ist wie bei Musikern: einer von 100.000 schafft es. Aber ich will verdammt sein, es nicht versucht zu haben, wenn ich ohnehin schon blogge.
Es gibt da draußen so viele Leute, die für ihren Content ein bisschen Geld zurück bekommen. (Theoretisch verdient Facebook mit eurem Content sogar Unmengen. Denkt mal drüber nach!) Und das ist auch gut so. (Bis auf diese Facebook-Sache.) Es ist harte Arbeit, ein Hobby so zu verfolgen, dass man (mindestens) wöchentlich neue Inhalte schafft, auf Kommentare eingeht (Gut, ich kriege ja kaum welche. Aber ich würde!), versucht die Qualität oben zu halten und auf die Leute einzugehen. Und die Community konsumiert: Videos, Webcomics, Blogs.
Ein Kumpel zum Beispiel ist gerade auf einer Weltreise und hat zwischendurch beschlossen, YouTuber zu werden. Im Endeffekt filmt er, was er gerade so treibt, schneidet ein Video zurecht und lädt es hoch. Jeden Tag. Und es ist nicht so, dass er sich beim Kacken filmen würde, oder beim Trimmen der Nasenhaare. Nein, er findet tatsächlich immer irgendein Thema! Unabhängig davon, dass ich meine Weltreise weniger mit dem Schneiden von Videos verbringen wollen würde, muss ich dem Mann einfach meinen Respekt zollen: Er zieht es durch, er schafft es, er beißt sich rein. In diesem Video hier spricht er ein bisschen über die Strapazen seines Lebens als YouTuber:

Worauf will ich hier eigentlich hinaus?
Ich werde meinen Blog ein bisschen umstellen. Ich versuche, ein bisschen Ordnung in die Sache zu bringen, meine Geschreibsel konstanter und konsequenter zu veröffentlichen, und mehr Leute anzusprechen. Ich freue mich unfassbar über jeden, der mir Kommentare hinterlässt, der meinen Blog teilt, ihn anderen Menschen empfiehlt, über jeden, der mir ein Like auf Facebook schenkt, oder auch einfach gelegentlich vorbei schaut! Ohne eure Rückmeldung hätte ich schon lange aufgegeben, und ich werde nicht aufhören, sie mir zu erarbeiten!
Eine wichtige Folge meiner Pläne ist, dass ich mit einem Feature von Google herumexperimentieren werde: AdSense. Dementsprechend wird Google jetzt ein bisschen Werbung hier schalten, die dazu beiträgt, dass sich meine Arbeit sogar finanziell ein bisschen für mich lohnen kann. Es ist die dunkle Seite der Macht, ich weiß, aber es vereinfacht mir die Arbeit, es gibt mir mehr Antrieb, gute Dinge zu produzieren und mich rein zu hängen. Also verzeiht, dass ich meine Seele ein bisschen verkaufen muss.
Wenn hier in der kommenden Zeit Dinge komisch aussehen, weißt mich bitte darauf hin, ich muss das ein bisschen gebacken bekommen, und versuchen, die Sachen so anzeigen zu lassen, wie ich es mir vorstelle.

Lasst mich wissen, was ihr davon haltet! Ist es fair, Werbung zu schalten, oder habe ich mich damit komplett verkauft? Verdienen YouTuber zu viel Geld? Was haltet ihr davon, dass immer mehr Leute als Entertainer im Internet ihr Geld verdienen?


Ebenfalls neu: Ein bisschen Platz für Werbung und Links:

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Besuch mich auf Facebook!

Oder sieh dir meinen (aktuell stillgelegten) YouTube-Kanal Powls Psycho Talk an!

5 comments on “Ein kleines Essay über die Arbeit als Blogger und warum ich mich gezwungen sehe, Dinge zu tun, auf die ich nicht wirklich stolz bin.

  • Also ich finde es überhaupt nicht schlimm, das du mit deiner Arbeit hier auch nen bisschen Geld verdienen willst! Verdient hast du's auf jeden Fall!
    Ich meine wir Leser/innen sehen ja nur die Endergebnisse deiner Recherchearbeit und nicht die eig. Arbeit…
    Und ich selbst würde mich ebenfalls über mehr Kommis freuen! Die Kommentarsektion ist sonst so trist leer….

    hab die seite auch schon auf Fb geteilt und in 2 Psychologiegruppen meiner Uni vorgeschlagen. 🙂 Dieser Blog verdient definitiv mehr Aufmerksamkeit! 🙂
    Also: Immer weiter so!

  • Yo Paul, es wird schon gute Gründe geben, dass ich als vielseitig interessierter Blogleser bei Dir (fast) jeden neuen Beitrag versuche aufmerksam zu lesen. Ich hab zwar nicht wie Du, Katja oder die anderen das Zeug dazu um auf die Hyperintelligentenwoche zu gehen, aber ab und wann versteh ich auch ein wenig oder kann etwas für mich daraus lernen und mitnehmen 😉
    Ich bin was Internetpersönlichkeiten angeht echt nicht bewandert und kannte diesen PewPewPew nicht, kann auch nicht kapieren wie der damit so viel Geld verdienen kann… ein Blogbeitrag von Dir darüber, wieso sich so viele für so viel sinnlosen Müll begeistern lassen wäre willkommen 🙂
    Es gibt im Netz unfassbar viele Beispiele, wo mit Werbung die ganze Seite und UX total zerstört wird. Ich traue Dir aber mehr als zu, dass Du das unaufdringlich, nicht störend sondernstilvoll in Deine Seite einbinden kannst. Bevor ich Deinen Blog aufgrund von zu viel Werbung nicht mehr besuchen würde, lass ich Dich das vorher wissen…
    Ich hoffe dass die Reichweite der Artikel hier sich weiter steigern wird. Viel Erfolg und hoffentlich auch Spaß dabei!

    • Ach, die Hyperintelligentenwoche klingt immer schlimmer, als sie ist. Spätestens beim Wasserball würdest du die ganzen Brillenschlangen zurechtweisen 😛

      Das ist eigentlich ein gutes Thema! Ich gucke mal, was ich dazu so auftreiben kann… PewPewPew 😛

      Für’s Erste mache ich sogar etwas NOCH unaufdringlicheres als Werbung, die alles zumüllt. Aber da brauche ich noch ein Wöchelchen für…

  • Mal über Flattr[1] nachgedacht?
    Scheint eine ganz schicke Methode zu sein, um den lieben Leserinnen und Lesern ein paar Groschen aus der Tasche zu locken, ohne gleich deren Priatsphäre zu verkaufen 🙂

    [1] https://flattr.com/

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