Menschen sind ein Haufen merkwürdiger Affen, die durchs Leben gehen und nach Optimierung suchen. Wir wollen bessere Technik, wir wollen das Maximum aus unserem Tag holen, wir wollen Leistungen, wir wollen Ergebnisse. Und dafür müssen wir uns entscheiden. Und dafür müssen wir Optionen gegeneinander abwägen, und ihre erwarteten Werte und Eintrittswahrscheinlichkeiten berücksichtigen.

Braaaaains

Leider kein Shiba 🙁

Dummerweise sind wir nahezu armselig schlecht darin, mit diesen Dingen, und damit mit wirtschaftlich optimalen Entscheidungen, zu arbeiten. Es ist ein bisschen, wie wenn kleine Hunde dem Postwagen hinterherrennen, und sich dann an der Leine fast selbst strangulieren, bis das elastische Band sie mit 300km/h zurückreißt: Wir jagen einer Idee hinterher, sind aber einfach… eingeschränkt.

Frage: wer zieht da an unserer Leine?
Antwort: Unser nutzloses Gehirn. 

Das hat nämlich ungefähr so präzise Vorstellungen von Wahrscheinlichkeitsrechnung wie ein achtjähriger Nepalese mit ADHS. Es ist beeindruckend, wie sehr wir Dinge falsch einschätzen. In den nächsten Tagen schreibe ich etwas über drei wunderschöne Beispiele dazu:

  • Wie wir die Werte von Ereignissen vollkommen falsch beurteilen.
  • Wie wir Wahrscheinlichkeiten vollkommen falsch beurteilen.
  • Wie wir Emotionen und rationale Entscheidungen in ein vollkommen falsches Verhältnis bringen.

Das wird lustig! Und ich fasse dabei nur ganz ganz wenig Mathe an. Versprochen 😉


Edit: Zugegeben, im Zuge meines Strebens nach einem maximalen Unterhaltungswert bin ich da oben ein wenig über die Stränge geschlagen. Genau genommen ist unser Hirn nicht so dumm. In der Tat ist es anders herum eher beachtlich, wie gut wir im Umgang mit komplexen Systemen sind, wenn man mal bedenkt, dass wir das Alles im Endeffekt nur machen, indem eine Zelle eine andere mit Transmittern bewirft. Gut, die tatsächlichen neuronalen Repräsentationen des Ganzen sind noch etwas verzwickter als das, aber erstens bin ich kein Biologe und zweitens ist das der Kerninhalt dessen, was geschieht.
Wir können Wahrscheinlichkeiten zum Beispiel recht gut anhand von Erfahrungen vorhersagen. Problematisch wird es dann, sobald wir diese Wahrscheinlichkeiten bewerten, und uns für eine Handlung entscheiden wollen, insbesondere wenn unsere Emotionen ins Spiel kommen. Das ist dann der Bereich, über den ich hier schreiben werde: Wie Heuristiken und Biases dazu führen, dass wir doch von der rationalen Entscheidung abkommen.

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