Beginnen wir also mit einem Gespräch darüber, was Prokrastination eigentlich ist. Wie im ersten Teil bereits angedeutet geht es um Aufschiebeverhalten – chronisches Aufschiebeverhalten. Eine einmalige Sache, die dazwischenkommt, macht noch keine Prokrastination, aber wenn man seit zwei Wochen Wäsche in der Maschine hat, die sich mittlerweile schon lautstark über Selbiges beschwert, sollte man mal tiefer in sich gehen.
Damit etwas wirklich als Prokrastination gilt, und nicht einfach als Faulheit oder vollkommener Abbruch einer Tätigkeit, müssen laut einigen Wissenschaftlern drei Kriterien erfüllt sein: Kontraproduktivität, mangelnde Notwendigkeit und Verzögerung. Im Endeffekt darf die Aufgabe als nicht unfassbar akut anstehen (also das notenrelevante Referat am nächsten Tag), muss aber eigentlich erledigt werden. Anstatt an der Sache zu arbeiten wird die Aufgabe verschoben und wenn etwas gemacht wird, bringt es nicht sonderlich viel.

Prokrastination = Verzögerung, Kontraproduktivität, Mangelnde Notwendigkeit

Uuuuuh, hässlich. Das sollte ich Mal ändern.

Damit beinhaltet Prokrastination durchaus auch, den Kram rechtzeitig fertig zu haben. Genaugenommen ist Prokrastination eigentlich weniger das komplette Aufschieben einer Aufgabe, als vielmehr die Aufgabenerfüllungmaximal nach hinten zu verschieben. Aber anstatt von einer oder einigen wenigen effizienten Sitzungen, mit denen die Aufgabe frühzeitig und gut erledigt werden kann, entsteht eher die Kategorie „Last Minute“-Abgabe.
Welche Formen der Prokrastination dabei stärker bei uns ausgeprägt sind und welche nicht, unterscheidet sich stark zwischen verschiedenen Menschen. Auf diese Ausprägungen gehe ich beim nächsten Mal ein.

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