Es gab hier mal ein Bild. Jetzt nicht mehr. Schade.


 

Langsam wird es langweilig, einen Text darauf zu beziehen, aber: Körpersprache ist sehr komplex. Heute sehen wir uns ein paar ihrer unterschiedlichen Auslöser und Bedeutungen an. Dafür setze ich mich mit Paul Ekman auseinander, er ist amerikanischer Psychologe und Anthropologe und beschäftigt sich viel mit Emotionen, nonverbaler Kommunikation und insbesondere dem Erkennen von Lügen. Er arbeitet tatsächlich für FBI und CIA als Lügenexperte und gilt als weltweit führend in seinen Forschungsbereichen. (Und ja, die Sendung „Lie to Me“ baut auf seinen Lehren auf und lehnt sich sehr an ihn an, er war sogar wissenschaftlicher Berater beim Dreh.) Ich finde seine Forschung sogar so interessant, dass ich irgendwann wohl mal etwas über seine anderen Arbeiten schreiben werde.
Der Teil seiner Arbeit, den wir uns allerdings heute ansehen wollen, ist die Klassifizierung von Körpersprache. Ich konnte dazu bisher leider keine wirklich nützliche Quelle finden, also beziehe ich mich beim Schreiben auf einen Artikel in der Psychologe Heute, den ich mit ein paar Sachen ergänze, die ich im Internet zusammenkratzen konnte. Paul Ekman unterscheidet Körpersprache in folgende Einheiten:

Illustratoren

Illustratoren dienen der Ergänzung und Verdeutlichung von Gesagtem. Das können zum Beispiel Gesten sein, die beim Beschreiben helfen (Das wohl langweiligstmögliche Beispiel sind die beiden Fischer, die sich streiten, wie groß ihre gefangenen Fische sind. Sie nutzen Illustratoren.), aber auch Ausdrücke unserer Emotionen (weit aufgerissene Augen bei Überraschung). Illustratoren sind also zur Verstärkung und zum Unterstreichen geeignet, und können bewusst oder unbewusst eingesetzt werden (wobei manche Forscher unbewusste Illustratoren als „Affektive Gesten“ unterklassifizieren).

Adaptoren

Adaptoren sind erlernte und damit größtenteils unbewusste Änderungen in unserer Körpersprache. Im Wesentlichen sind sie unsere Grundhaltung, die sich mit der sozialen Situation ändern kann. Gestraffte Schultern in einem Bewerbungsgespräch oder Bewegungen zum anderen hin in freundschaftlichen Situationen sind Adaptoren.

Embleme

Embleme sind gesellschaftlich eindeutig festgesetzte „Codes“ in unserer Körpersprache. Ich habe schon Mal darüber geschrieben, dass sie dennoch kulturell unterschiedlich sind, aber für die meisten von uns dürfte ein Nicken klar definiert sein, ebenso wie das Zeigen des Mittelfingers, ein Winken, ein nach oben gestreckter Daumen. Embleme ersetzen also Sprache, oder untermauern sie weiter, indem sie vorher klar definierte Aussagen treffen.

Regulatoren

Regulatoren sind nonverbale Zeichen, die – na ja – der Regulation dienen. Das bedeutet, dass man mit ihnen zum Beispiel den Gesprächsverlauf einfach steuern kann. Ein unverständiger Blick und ein Schulterzucken können den Sprechenden dazu bewegen, das Gesagte zu wiederholen oder zu verdeutlichen, ein eifriges Nicken kann ihn bestärken oder schneller fortfahren lassen. Regulatoren sind also eine Art Fernbedienung, mit der wir wortlos am Verlauf eines Gespräches herumfuhrwerken können.

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