Viele Männer kennen das: Wenn man eine Frau anlächelt, reagiert sie in der Regel mit Abscheu, guckt verbittert auf ihr leeres Handy und tut so, als sei Mann nicht da. Der Grund dafür ist schnell gefunden: Mann ist hässlich wie ein Pferdepo.
Nach einem missglückten Mitternachts-Experiment, bei dem eine Sturmhaube, eine Joggerin und eine Dosis Pfefferspray beteiligt waren, und der Erkenntnis, dass eine McDonalds-Tüte nur gut riecht aber noch schlimmer aussieht als das eigene Gesicht, steht fest: ein Bart muss das Gesicht verstecken!

Nun kommt es zum Abwägen: welcher Bart soll es sein? Welche Gesichtsbehaarung macht den Mann hart und die Frau weich?

Eine herrausragende Kollektion von Oberlippenbehaarungsformen.

Fun Fact: auf der Suche nach dem Bild bin ich über einen Kommentar gestoßen, der die hier als „One of those hipster moustaches that girls seem to like“ beschreibt.)

Meine neueste Studie beschäftigt sich mit den Ansichten, die Frauen auf die Frage nach der erotischen Anziehungskraft von Bärten hin äußern. Die wenig überraschenden Ergebnisse habe ich kurz zusammengefasst.
Es folgen die Grundergebnisse:

  • Bärte fügen der optischen Erscheinung eines Mannes im Allgemeinen ein maskulineres Aussehen hinzu.
  • Viele Frauen bevorzugen den Anblick eines Mannes mit Bart, das Interesse an direktem Kontakt zu Letzterem geht zur gleichen Zeit aber stark zurück. Kratzigkeitswert steht Kuscheln und Intimitäten also im Wege. Eventuell ist ein schnelles Abrasieren, sobald solche Aktivitäten eingeleitet werden, angesagt.
  • Andersherum besteht jedoch allgemein wenig Interesse an Gesichtsbehaarung an Frauen, solche sind so subtil wie möglich zu umgehen.

Dabei wurde konsistent von vielen Befragten die Art des Bartes als grundlegend entscheidend bewertet.
Eine Einigung fand gegenüber der herkömmlichsten Art, dem 3-Tage-Bart statt. Dieser wurde als attraktiv bewertet und fügt der Grunderscheinung eines Mannes ein paar Jahre an Reife und Männlichkeit hinzu. Steht er zu lange wird er jedoch schnell zu einem ungepflegten Arbeitslosenbart.
Oberlippenbärte oder Schnauzer wurden als zunehmend „merkwürdig“ tituliert. Dabei schwankte die Einschätzung zwischen „irgendwie gruselig“ im Falle eines Pornobalkens, bis hin zu „irgendwie sonderbar“ beim Gentleman-Schnauzer. Abgesehen von dieser eher negativen Grundhaltung wird er bei Intimitäten als störend empfunden.
Der klassische Vollbart teilt die Welt hingegen. Viele Frauen finden ihn wenig anziehend, sondern sich eher an einen verurteilten Sexualstraftäter erinnert. Unter „Hipstern“ und Obdachlosen erfreut er sich jedoch großer Beliebtheit. Dabei bleiben unzählige Vorteile dieses Bartes – vom warmen Gesicht bis hin zur Ausstrahlung eines kanadischen Holzfällers – natürlich nicht unerwähnt.
Einer starken Aversion gegenübergestellt sieht sich ein langer Vollbart in hellen Tönen, von mir „Weihnachtsmann-Komplex“ genannt. In Sachen Sexyness steht der Weihnachtsmann leider vielen Männern um einiges nach, was ein trauriger Hinweis auf die zurückgehende Neigung zum Altruismus in unserer Gesellschaft sein könnte. Deshalb werden lange weiße Bärte zwar an sich positiv und freundlich wahrgenommen, jedoch nur wenn das zur Gesamterscheinung passt. Ebenfalls ein starker Kritikpunkt ist die mögliche Verunreinigung durch Nikotinspuren, die sich im Weiß deutlich abzeichnen.
Modebärte begegnen geteilten Meinungen. Einige finden sie aufgesetzt und merkwürdig, andere bevorzugen einen gepflegten Bartwuchs. Wer sicher sein will setzt also auf einen sauberen aber konventionellen Bart.

Weitere Eckpunkte:

  • Der Bart sollte gepflegt aussehen. Essensreste sind unerwünscht und riechen merkwürdig.
  • Leider – und das trifft viele Männer – hilft ein halber Bart nicht viel, und vereint negative Effekte in sich. Hier helfen eine Rasur und die Erkenntnis, dass man nie ein ganzer Mann sein wird.
  • Besonders weiche oder helle Bärte führen oft zu Irritationen, weil sie die maskuline Wirkung der Behaarung auf nahezu kindliche Art negieren können.

 

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