Wie wir bereits geklärt haben, ist es nicht einfach, den Begriff der Emotion angemessen und wissenschaftlich zu definieren. Es existieren einfach zu viele Theorien, die sich mit der Marterie beschäftigen, zudem ist keine davon wirklich angemessen verifizierbar, da Emotionen nahezu nur durch Introspektive, also einer subjektiven Selbsteinschätzung, beschrieben werden können. Diese Theorien gehen dabei von teils abweichenden Grundbedeutungen einer Emotion aus – eine allgemeingültige Definition würde einigen von ihnen also widersprechen.
Dennoch ist etwas Eingrenzung notwendig, um festzuhalten, welche Bereiche unter den Begriff einer Emotion fallen, und welche nicht. Gefunden wurde also eine sogenannte Arbeitsdefinition.

Eine Arbeitsdefinition dient also der groben Eingrenzung eines Bereichs, um leichter festlegen zu können, welche Arbeiten unter diesen Begriff fallen, und welche nicht. Dabei ist sie flexibel genug, um neueste, empirische Ergebnisse doch mit abdecken zu können, und kann angepasst werden; zugleich ist allen klar, dass dieser Themenbereich noch lange nicht fertig erforscht wurde, und die gegebene Definition nur ein Rahmen ist.

Im Falle der Emotion wählt die Arbeitsdefinition zwei Zugänge: Sie nennt zunächst einige Beispielemotionen, um Vergleichswerte zu liefern. Dabei wird offen gehalten, dass den genannten ähnliche Begriffe ebenfalls als Emotion betrachtet werden können.
Der zweite Teil nennt allgemeine Merkmale von Emotionen:

  • Emotionen sind aktuelle psychische Zustände von Personen, die sich von Stimmungen unterscheiden.
  • Emotionen haben eine bestimmte Qualität, Intensität und Dauer
  • Emotionen sind objektgerichtet (man hat nicht Angst, man hat Angst vor einem schrecklichen Tod weil ein Tanklaster direkt auf der anderen Straßenseite in eine Wurstbude fährt und drei Blocks mit Curry und Feuer eindeckt)
  • Emotionen zeigen sich in Emotionstrias (dazu gleich mehr)
  • Emotionen machen das persönliche Emotionserleben aus (tja, wer hätte das kommen sehen?)

Nach kurzem Nachdenken können wir uns vermutlich alle auf diese Merkmale einigen, und da wird „Tadaaaaa!“ auch schon klar, warum eine Arbeitsdefinition so eine schnieke Sache ist. Nur der Teil mit den Emotionstrias dürfte ein paar Fragen offen lassen.
Die Emotionstrias beschreiben drei Aspekte der emotionalen… Ausprägung. Also drei Aspekte, die dem Körper passieren wenn er eine Emotion hat. Was jetzt doof klingt, kann durch diese wunderschöne Tabelle einfach erklärt werden:

Subjektiv: eigene Wahrnehmung, Behavioral: gezeigtes Verhalten, Physiologisch: körperliche Reaktionen

Das heißt, Emotionen lösen bei uns drei Dinge aus: Ein subjektives Gefühl, eine von außen wahrnehmbare Verhaltensart und körperliche Reaktionen. Da wir noch einiges über diese Aspekte hören werden, wenn ich über die Theorien berichte, und die Aspekte nahezu selbsterklärend sind, muss ich glaube ich nicht näher darauf eingehen.

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