Ich versuche, mich in Zukunft ein wenig kürzer zu fassen… mal sehen, ob ich dann immer noch die gleiche Mischung aus Awesomeness und tollen Beispielen und Wissen und Stuss herstellen kann.
Kommen wir also zu den Aspekten von Emotionen – den Arten, wie sie uns und unsere Wahrnehmung beeinflussen.

Wie wir beim letzten Mal schon feststellen durften, dienen Emotionen uns mitunter auf eine motivationale Art. Das bedeutet, dass sie uns helfen, bestimmte Zustände anstreben zu wollen. Die Emotion Angst soll vermieden werden, die Emotion Freude wird von uns angestrebt. Auf diese Weise bringen Emotionen uns dazu, unsere Handlungen in eine bestimmte Richtung zu lenken und bestimmte Ziele auszuwählen – das ist Motivation.

Desweiteren haben Emotionen einen kognitiven Aspekt – sie stehen also in Wechselwirkung mit unserem bewussten Denken und Empfinden. Einerseits braucht es unser Hirn, um eine Situation zu deuten, und nach einigem dumpfen Herumstehen und Sabbern zu merken: „Das hier ist gefährlich!“, andererseits beeinflusst unsere aktuelle Emotion aber auch unsere Sicht auf andere Dinge. So kann sich Pessimismus oder Trauer schnell in Hoffnungslosigkeit oder Depression verwandeln.
Der kognitive Aspekt steht auch eng mit unserem Erfahrungsaspekt in Zusammenhang, der unsere subjektive Erlebniskomponente ausmacht, also die Art, in der wir eine Emotion erleben.

Emotionen lösen eine Verhaltensdimension aus, also unser behaviorales Muster: Mimik und Gestik, die unserem Fühlen nach außen hin Ausdruck verleihen. Lachen, Weinen, Lächeln, Schreien, auf die Knie fallen und T-Shirt zerreißen – das alles wird von der Verhaltensdimension abgedeckt.

Außerdem findet durch Emotionen eine biologische Aktivierung statt, also eine körperliche, physiologische Erregung. Wenn uns heiß wird, oder wir nervös sind, können wir das spüren. Verschiedene Aspekte unseres Biosysteme werden dadurch angesprochen und verändert: schnellere Herzrate, aktivere Denkströme und kalte Hände – alle hängen mit Emotionen zusammen.

Das Problem mit der Definition dieser Aspekte ist, dass sie eine unterschiedliche Detailbedeutung haben, je nachdem, wen man fragt. Sehr strittig ist zum Beispiel, ob die biologische Aktivierung als Folge einer Emotion auftritt, oder ob diese Aktivierung überhaupt erst dazu führt, dass wir so etwas wie eine Emotion spüren. Zu den unterschiedlichen Theorien kommen wir dann in den nächsten Tagen.
Wow, ich konnte mich echt kurz halten. Dafür sind auch keine schlechten Witze drin. Im Endeffekt dürfte das hier also mein beliebtester Post EVER sein!

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